Spinat Neue Studien 03.2026
- alirezamohtashami
- 6. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Mai

Bild:KI
Spinat ist ein grünes Blattgemüse und gehört zu den bekanntesten Gemüsen im Alltag. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält Spinat auch verschiedene Pflanzenstoffe. In Studien wird nicht nur normaler Spinat untersucht, sondern auch Spinat-Extrakt. Besonders interessant sind dabei Thylakoide, also grüne Pflanzenbestandteile aus den Zellen.
Thylakoide werden in der Forschung mit Stoffwechselwerten, Appetitregulation, Training und Entzündungsmarkern in Verbindung gebracht. Dadurch wird Spinat nicht nur als Gemüse, sondern auch als Quelle bestimmter Pflanzenbestandteile betrachtet.
Neue Daten zeigen:
Entzündungs- und Stresswerte nach intensiver Kurzbelastung:
In einer Studie wurden trainierte Männer nach wiederholten, sehr intensiven Wingate-Tests untersucht. Nach einwöchiger Spinat- und NBS-Superfood-Supplementierung (Ergänzung mit „Nutrition Bio-shield Superfood“, einem pflanzlichen Pulverpräparat) lagen IL-6 und MDA niedriger als ohne diese Ergänzung. IL-6 ist ein Entzündungswert, MDA ein Marker für oxidativen Stress. Gleichzeitig war SOD höher, ein Enzym aus der antioxidativen Abwehr.
Thylakoide und hochintensives Training:
Ein großer Teil der neueren Spinat-Forschung untersucht nicht normalen Blattspinat, sondern Thylakoide aus Spinat. In einer 12-wöchigen Studie wurden Thylakoide zusammen mit hochintensivem funktionellem Training getestet. Dabei zeigten sich Veränderungen bei Körpergewicht, Fettmasse, Blutfetten, Zuckerwerten und Insulinwerten.
Blutfette und Stoffwechselwerte:
In der Thylakoid-Trainingsstudie sanken LDL, Gesamtcholesterin und Triglyceride, während HDL anstieg. Auch Glukose, Insulin und HOMA-IR gingen zurück. HOMA-IR ist ein berechneter Wert, der häufig verwendet wird, um die Insulinresistenz einzuschätzen.
Fett- und Muskel-Botenstoffe:
Zusätzlich wurden bestimmte Signalstoffe aus Fett- und Muskelgewebe gemessen. Dazu gehörten CTRP-2 und CTRP-9. Diese Werte sanken in den Interventionsgruppen gegenüber dem Ausgangswert. Besonders auffällig war dabei die Kombination aus Training und Thylakoiden.
Training als Haupttreiber:
Eine Nutrients-Studie aus 2026 untersuchte ebenfalls Thylakoide zusammen mit hochintensivem funktionellem Training. Beide Trainingsgruppen verbesserten Körperzusammensetzung und Insulinempfindlichkeit im Vergleich zur Gruppe ohne Training. Das stärkste Signal kam dabei vom Training, während Thylakoide eher einzelne Zusatzwerte verschoben.
Entzündungsmarker:
Eine weitere Humanstudie untersuchte hochintensives Training mit Thylakoid-Supplementierung bei Männern mit Adipositas. Gemessen wurden IL-10 und Semaphorin-3E. IL-10 ist ein entzündungshemmender Immun-Signalstoff. Semaphorin-3E ist ein Signalprotein, das mit Zellbewegung, Gefäßbildung und Immunzell-Migration zusammenhängt. Beide Werte veränderten sich in den Gruppen mit Training, Supplement und Kombination im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Oxalat nach Spinatverzehr:
Eine weitere Humanstudie untersuchte Oxalatwerte im Urin nach Spinatverzehr. Oxalat ist ein Pflanzenstoff, der nach dem Essen im Urin messbar ansteigen kann. In der Studie unterschieden sich die Oxalatwerte deutlich zwischen einzelnen Teilnehmern. Mehr Flüssigkeit senkte die Oxalat-Konzentrationsspitzen im Urin.
Fazit: Aktuelle Humanstudien zu Spinat zeigen zwei Hauptrichtungen. Entweder wird Spinat rund um sehr intensive Belastung getestet, oder Spinat-Extrakt mit Thylakoiden wird über mehrere Wochen zusammen mit intensivem Training eingesetzt. Besonders interessant sind dabei Veränderungen bei Entzündungswerten, Stressmarkern, Fettstoffwechsel, Insulinwerten und einzelnen Fett-/Muskel-Signalstoffen. Das stärkste Signal kommt beim längeren Studienansatz vom Training, während Thylakoide eher ergänzende Effekte zeigen.
10.03.2026
Autor: Alireza Mohtashami
Quellen:



