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Spinat Neue Studien 03.2026

  • alirezamohtashami
  • 14. März
  • 3 Min. Lesezeit
KI-generiertes Beitragsbild: Spinatblätter und ein Spinat-Extrakt als Symbol für Humanstudien zu Thylakoiden, Training, Entzündungs- und Stoffwechselwerten.

Bild:KI


In den Untersuchungen wurde Spinat auf zwei Arten getestet: als fest vorgegebene Portion roher Spinat über wenige Tage und als standardisiertes Spinat-Extrakt-Pulver mit sogenannten Thylakoiden über mehrere Wochen.


Was besonders auffällt


Zwei Dinge springen ins Auge. Erstens: Der Fokus liegt oft auf Messwerten, die sich relativ schnell verändern können – etwa am Tag nach einer Belastung oder nach einigen Wochen Training. Zweitens: „Spinat“ bedeutet in einem großen Teil der Arbeiten nicht Blattspinat auf dem Teller, sondern ein Spinat-Extrakt (Thylakoide) als Supplement, meist nicht allein, sondern zusammen mit intensivem Training. Genau dieses Paket ist aktuell der stärkste Trend in der Humanforschung.


Nach harter Kurzbelastung sind Entzündungs- und Stresswerte am Folgetag niedriger


In einer Studie wurden nach wiederholten, sehr intensiven Sprints am nächsten Tag drei Werte verglichen. Unter Spinat waren IL-6 (Entzündungswert) und MDA (Stressmarker) niedriger als ohne Spinat. Gleichzeitig war SOD höher, ein Schutz-Enzym, das häufig als Teil der antioxidativen Abwehr berichtet wird.


In genau diesem kurzen Zeitfenster (24 Stunden nach der Belastung) gingen die Werte unter Spinat in Richtung „weniger Belastungsstress, mehr Schutzaktivität“. Das ist kein allgemeines Versprechen für alle Trainingsarten, sondern ein konkret gemessenes Muster nach einem sehr harten Sprint-Protokoll.


Thylakoide plus intensives Training verschieben Stoffwechselwerte und mehrere Fett-/Muskel-Botenstoffe


Der größte Block der neueren Spinat-Forschung nutzt Thylakoide. Das sind Bestandteile aus den grünen Blattstrukturen, die als Supplement gegeben wurden. In der Frontiers-in-Nutrition-Studie zeigen die Ergebnisse ein breites Paket an Veränderungen in den Gruppen mit Training, mit Thylakoiden oder mit beidem.


Auf der einen Seite reduzierten sich Körpergewicht und Fettmasse. Bei den Blutfetten geht es ebenfalls in diese Richtung: LDL, Gesamtcholesterin und Triglyceride sinken, während HDL steigt. Bei den Zucker-/Insulinwerten sinken Glukose, Insulin und ein berechneter Insulinresistenz-Wert (HOMA-IR).


Zusätzlich wurde bestimmten Botenstoffen CTRP-2 und CTRP-9 (Signale aus Fett- und Muskelgewebe) gemessen. In den Interventionsgruppen sanken diese gegenüber dem Ausgangswert.


Die entscheidende Essenz ist hier die Reihenfolge : Training plus Thylakoide war deutlich besser als nur Thylakoide allein eingenommen. Gleichzeitig waren Training allein und Training plus Thylakoide bei vielen großen Werten (Gewicht/Fett, Lipide, Insulinempfindlichkeit) ähnlich stark. Das Supplement wirkt hier nicht als Ersatz, sondern eher als Ergänzung in einem Training-Setting – und vieles, was sich stark verbessert, hängt am Training.



Training ist der Haupttreiber – Thylakoide zeigen eher kleine Zusatzeffekte bei einzelnen Muskel-Signalen


Die Nutrients-Studie (2026) testet ebenfalls Thylakoide zusammen mit hochintensivem Funktionstraining. Beide Trainingsgruppen verbesserten Körperzusammensetzung und Insulinempfindlichkeit im Vergleich zur Gruppe ohne Training.

In diesem Forschungsfeld gilt Training als der große Hebel. Thylakoide sind eher ein „Feintuning“-Kandidat für einzelne Signale, nicht der Motor der Veränderungen bei Gewicht, Blutfetten oder Insulinwerten


Entzündungszeichen verschieben sich auch bei zwei gezielt gemessenen Markern


Eine weitere Humanstudie, ebenfalls mit hochintensivem Training und Thylakoiden, fokussierte auf zwei Werte: IL-10 (entzündungshemmender Immun-Signalstoff) und Semaphorin-3E (Signalprotein, das Zellbewegung, Gefäßbildung und Immunzell-Migration steuert). Beide veränderten sich in den Gruppen mit Training, mit Supplement und mit der Kombination im Vergleich zur Kontrollgruppe.


Fazit

Insgesamt zeigen die aktuellen Humanstudien zu Spinat vor allem ein Muster: Entweder wird eine kurze, fest definierte Spinatportion rund um extreme Belastung getestet, oder ein Spinat-Extrakt (Thylakoide) wird über Wochen mit intensivem Training kombiniert. In beiden Fällen werden Veränderungen bei messbaren Stress-, Entzündungs- und Stoffwechselwerten berichtet. Besonders deutlich wirkt dabei das Training als Haupttreiber, während Thylakoide eher einen ergänzenden Charakter haben welches einzelne Werte zusätzlich verschieben kann.


10.03.2026

Autor: Alireza Mohtashami


Quellen

  1. Shirinbayan MM, Azizi M, Amiri E. The Effect of one-week spinach and NBS superfood supplementation on interleukin-6, superoxide dismutase, and malondialdehyde levels after repeated bouts of wingate test in trained men. Nutr Metab (Lond). 2025;22(1):18. DOI: 10.1186/s12986-025-00911-6.


  2. Abbassi-Daloii A, et al. Impact of using supplemented thylakoids derived from spinach for 12 weeks of high-intensity functional training on adipo-myokines in obese males. Front Nutr. 2025. DOI: 10.3389/fnut.2025.1513681.


  3. Razi O, et al. Adipo-Myokine Modulation in Obesity: Integrative Effects of Spinach Thylakoids and Functional Training in Men with Obesity: A Randomized Controlled Clinical Trial. Nutrients. 2026;18(3):509. DOI: 10.3390/nu18030509.


  4. EbadiAsl H, Mirzaei B, Damirchi A. The Effect of High-Intensity Functional Training with Thylakoid Supplementation on Anti-Inflammatory Indicators in Obese Men. Journal of Nutrition and Food Security. 2025;10(2):248–258. DOI: 10.18502/jnfs.v10i2.18537.


  5. Lemack B, Donelan W, Joseph JP, Bird VG, Terry RS, Canales BK. Spot Urine Oxalate Testing in a Controlled Trial of Forced Hydration and Spinach Consumption. Urology. 2025;206:33–39. DOI: 10.1016/j.urology.2025.07.063.

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