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Vitamin C Neue Studien 03.2026

Aktualisiert: 8. Mai


Beitragsbild zu Vitamin C: Zitrusfrüchte und Vitamin-C-Darstellung als Symbol für Studien zu Atemwegen, Stoffwechsel, Eisen und Haut.

Bild: KI


Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Der Mensch kann Vitamin C nicht selbst herstellen und muss es regelmäßig über Lebensmittel aufnehmen. Gute Quellen sind vor allem Obst und Gemüse, zum Beispiel Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika, Kohlarten und Kartoffeln. Im Körper wird Vitamin C für Kollagen benötigt. Kollagen ist ein wichtiges Strukturprotein für Haut, Bindegewebe, Blutgefäße und Wundheilung.


Außerdem wirkt Vitamin C als Antioxidans und unterstützt die Aufnahme von pflanzlichem Eisen. In Humanstudien wird Vitamin C meist nicht als „Allzweckmittel“ geprüft, sondern in konkreten Situationen mit klar messbaren Endpunkten. Neue Daten zeigen:


  • Atemwege: Zusatzgabe bei Lungenentzündung im Krankenhaus

    In einer randomisierten Studie bei Kindern wurde Vitamin C zusätzlich zur üblichen Behandlung einer Pneumonie gegeben und mit Placebo verglichen. Pneumonie bedeutet Lungenentzündung.

    Die Erkrankung besserte sich nach zwei bis drei Tagen in den Vitamin-C-Gruppen stärker als unter Placebo.


  • Atemwege: Vitamin-C-Blutwert und Infektrisiko

    Eine Auswertung mit Kindern und Jugendlichen setzte gemessene Vitamin-C-Werte im Blut in Beziehung zu selbst berichteten Atemwegsinfekten in den letzten 30 Tagen.

    Höhere Vitamin-C-Werte waren dabei statistisch mit einem niedrigeren Risiko für einen kürzlich berichteten Atemwegsinfekt verbunden.


  • Typ-2-Diabetes: Blutzucker, Blutdruck und Blutfette

    Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse wertete randomisierte Studien aus, in denen Vitamin C, Vitamin E oder die Kombination aus beiden untersucht wurde. Eine Meta-Analyse ist eine statistische Auswertung mehrerer Studien.

    Berücksichtigt wurden typische Labor- und Kreislaufwerte, zum Beispiel HbA1c, Nüchternzucker, Blutdruck und Blutfette. HbA1c ist ein Langzeitwert für den Blutzucker.

    Dabei zeigte sich nach Vitamin-C- oder Vitamin-E-Gabe ein Rückgang des HbA1c. Die Kombination aus Vitamin C und Vitamin E zeigte diesen Rückgang nicht.

    Beim Blutdruck wurde eine signifikante Senkung nur für Vitamin C und für die Kombination aus Vitamin C und E berichtet. Ein Anstieg des HDL wurde in dieser Arbeit nur für die Kombination aus Vitamin C und E beschrieben.


  • Eisenmangelanämie: Pflanzliches Eisen mit oder ohne Vitamin C

    In einer randomisierten, doppelblinden Studie mit Erwachsenen mit Eisenmangelanämie wurden drei Gruppen verglichen: pflanzliches Eisen plus Vitamin C, pflanzliches Eisen allein und Placebo. Eisenmangelanämie bedeutet Blutarmut durch Eisenmangel.

    Gemessen wurden Blutwerte wie Hämoglobin sowie weitere Werte der Eisenversorgung. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen.

    Beide Eisen-Gruppen verbesserten den Hämoglobinwert gegenüber der Placebogruppe. Die Kombination aus pflanzlichem Eisen plus Vitamin C zeigte dabei die stärkere Verbesserung.

    Serum-Eisen und Ferritin stiegen an, waren in dieser Studie aber nicht signifikant verändert. Serum-Eisen bedeutet gebundenes Eisen im Blut. Ferritin ist ein wichtiges Speichereiweiß für Eisen.


  • Haut: Vitamin C, Vitamin E und Ferulasäure nach Microneedling

    In einer Studie wurde nach Microneedling ein Schutz-Serum getestet, das Vitamin C, Vitamin E und Ferulasäure enthielt. Microneedling ist eine Behandlung mit feinen Nadeln, die die Hauterneuerung anregen soll. Ferulasäure ist ein pflanzlicher antioxidativer Stoff.

    Zum Vergleich wurde auf der anderen Gesichtshälfte ein Placebo verwendet. Bewertet wurden sichtbare Zeichen sonnengeschädigter Haut und andere messbare Hautwerte.

    Nach zwölf Wochen schnitt die Seite mit Microneedling plus Schutz-Serum besser ab als die Seite mit Microneedling plus Placebo. Es gab stärkere Verbesserungen bei der Bewertung von Photoaging und Pigment-score (lichtbedingte Hautalterung durch UV-Strahlung, zum Beispiel Falten, Elastizitätsverlust und Pigmentveränderungen) und bei der Hautelastizität.

    Auch die Gesamtbewertung des Ergebnisses war auf der Serum-Seite deutlich besser.


  • Wundheilung: Vitamin-C-Wert vor chirurgischem Eingriff bei diabetischem Fuß

    In einer Untersuchung wurde geprüft, ob der Vitamin-C-Wert vor einer Operation bei diabetischen Fußwunden mit der Heilungsdauer zusammenhängt.

    Gemessen wurde, wie lange es bis zur vollständigen Wundheilung dauerte. Menschen mit höheren Vitamin-C-Werten vor der Operation hatten im Schnitt eine schnellere Wundheilung.

    Auch der Albumin-Wert und die Stelle der Wunde am Fuß spielten laut Bericht eine Rolle. Albumin ist ein wichtiges Transportprotein im Blutplasma.


  • Oxidativer Stress nach Virusinfekt: Vitamin C als Vergleichsbehandlung

    In einer Studie wurden Menschen untersucht, die sich nach einem moderaten COVID-Verlauf erholten. Eine Gruppe bekam einmal Vitamin C, die andere eine Pflanzenmischung.

    Gemessen wurden Blutzeichen für oxidativen Stress und ein Wert, der mit der NO-Verfügbarkeit zusammenhängt. NO steht für Stickstoffmonoxid, einen wichtigen Signalstoff für Gefäße und Durchblutung. Nach einer Einzeldosis Vitamin C waren bestimmte Stress-Signale niedriger. Andere gemessene Werte verbesserten sich durch Vitamin C in dieser Studie nicht.


Fazit: Aktuelle Humanstudien zu Vitamin C zeigen vor allem konkrete Einsatzbereiche statt allgemeiner Versprechen. Untersucht wurden Atemwegsinfekte, Pneumonie, Typ-2-Diabetes, Eisenmangelanämie, Hautalterung nach Microneedling, Wundheilung und oxidativer Stress nach Virusinfekt. Besonders häufig geht es dabei um messbare Blutwerte, Entzündungs- und Stressmarker, Hautwerte, Eisenstatus oder Heilungsdauer.


07.03.2026


Autor: Alireza Mohtashami


Quellen:







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